Warum wir unsere bisherige Plattform hinterfragt haben
Webflow war über mehrere Jahre eine wichtige Grundlage für unsere eigene Website und zahlreiche Kundenprojekte. Die Plattform ermöglichte es uns, Websites effizient zu entwickeln, visuell anspruchsvoll umzusetzen und Inhalte ohne komplexe technische Infrastruktur zu verwalten. Auch unsere eigene Website ist auf dieser Basis kontinuierlich gewachsen.
Mit der Zeit veränderten sich jedoch unsere Anforderungen. Aus einer klassischen Agenturwebsite wurde eine umfangreiche Plattform mit Leistungsseiten, Projekten und regelmässig veröffentlichten Fachartikeln in Deutsch, Französisch und Englisch. Gleichzeitig entwickelten wir unsere Dienstleistungen stärker in Richtung digitale Strategie, individuelle Entwicklung und langfristige Plattformarchitektur.
Damit stellte sich eine grundlegende Frage: Ist die bisherige technische Lösung auch für die nächsten Jahre noch die richtige?
Wir entschieden uns, nicht automatisch an der bestehenden Plattform festzuhalten, sondern unsere Anforderungen neu zu bewerten.
Die Entscheidung für Astro und Sanity war eine strategische
Bei der Evaluation stand nicht die Frage im Vordergrund, welche Technologie gerade besonders beliebt ist. Entscheidend war, wie wir unsere Website langfristig betreiben und weiterentwickeln möchten.
Drei Anforderungen waren für uns besonders wichtig:
- Mehr technische Unabhängigkeit: Frontend, Content Management und Infrastruktur sollten nicht mehr vollständig von einer einzigen Plattform abhängen.
- Flexiblere Inhaltsverwaltung: Projekte, Artikel und Leistungsseiten sollten strukturiert und sprachübergreifend verwaltet werden können.
- Langfristige Erweiterbarkeit: Neue Funktionen, Integrationen und Seitentypen sollten sich ohne grundlegenden Plattformwechsel realisieren lassen.
Mit Astro als Frontend und Sanity als Headless CMS fanden wir eine Architektur, die diese Anforderungen erfüllt. Astro übernimmt die technische Darstellung der Website, während Sanity die Inhalte unabhängig davon verwaltet.
Wir haben die Technologie nicht gewechselt, weil wir eine neue Website brauchten. Wir haben sie gewechselt, weil wir unsere Website langfristig anders weiterentwickeln wollen.
Diese Unterscheidung ist wesentlich. Ein Plattformwechsel sollte nicht Selbstzweck sein, sondern auf einer konkreten Anforderung beruhen.
Was der Wechsel in der Praxis bedeutete
Eine Migration von Webflow zu Astro und Sanity ist mehr als ein technischer Export. Bestehende CMS-Strukturen müssen neu modelliert, Inhalte übertragen und die Website im neuen Frontend umgesetzt werden. Besonders bei unserer dreisprachigen Website mussten wir sicherstellen, dass Inhalte, Sprachversionen und ihre Beziehungen korrekt erhalten bleiben.
Eine weitere zentrale Anforderung war die Suchmaschinenoptimierung. Unsere Website verfügt über eine gewachsene organische Sichtbarkeit, die wir beim Wechsel nicht unnötig gefährden wollten. Deshalb spielten bestehende URL-Strukturen, Metadaten, interne Verlinkungen und hreflang-Zuordnungen eine wichtige Rolle.
Der Aufwand einer solchen Migration sollte nicht unterschätzt werden. Eine unabhängige Architektur schafft zwar mehr Freiheiten, verlangt gleichzeitig aber mehr Verantwortung für Entwicklung, Deployment und Wartung. Auch die redaktionellen Abläufe müssen sorgfältig konzipiert werden.
Wann lohnt sich eine unabhängige Architektur langfristig?
Nicht jede Unternehmenswebsite benötigt Astro und ein Headless CMS. Für eine überschaubare Marketing-Website, die hauptsächlich von einem Kommunikationsteam gepflegt wird, kann Webflow weiterhin die effizientere Lösung sein. Die integrierte Umgebung reduziert technische Schnittstellen und vereinfacht viele alltägliche Aufgaben.
Interessant wird eine modulare Architektur vor allem dann, wenn Inhalte komplexer werden, mehrere Systeme zusammenarbeiten oder sich die Website zunehmend zu einer digitalen Plattform entwickelt. Eine unabhängige Content-Struktur kann in solchen Fällen verhindern, dass bei jeder grösseren Veränderung auch das gesamte CMS ersetzt werden muss.
Allerdings bedeutet weniger Abhängigkeit von einer einzelnen Plattform nicht automatisch weniger Komplexität oder tiefere Kosten. Astro und Sanity müssen entwickelt, integriert und gepflegt werden. Der langfristige Nutzen hängt deshalb auch davon ab, ob eine Organisation über die entsprechenden technischen Kompetenzen oder einen verlässlichen Entwicklungspartner verfügt.
Technologische Unabhängigkeit ist kein Selbstzweck. Sie lohnt sich dann, wenn die gewonnene Flexibilität den zusätzlichen Aufwand langfristig rechtfertigt.
Was wir aus der Migration mitnehmen
Unsere neue Website bietet uns mehr Kontrolle über die technische Entwicklung und eine flexible Inhaltsverwaltung in drei Sprachen. Gleichzeitig hat uns die Migration darin bestätigt, wie wichtig es ist, Plattformentscheidungen nicht ausschliesslich anhand des heutigen Funktionsumfangs zu treffen.
Für unsere Kunden bedeutet das nicht, dass wir künftig grundsätzlich Astro statt Webflow empfehlen. Vielmehr betrachten wir noch konsequenter die Anforderungen an Redaktion, Integrationen, Wartung, SEO und zukünftige Weiterentwicklung, bevor wir eine Technologie auswählen.
Unser Fazit: Die richtige Plattform ist nicht zwangsläufig diejenige, mit der sich eine Website am schnellsten erstellen lässt. Entscheidend ist, wie gut sie das Unternehmen über die nächsten Jahre unterstützt.
Die technische Umsetzung unserer Migration zeigen wir in unserer Case Study zur ultraperfekt Website.




